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gesunde luft durch nachhaltiges bauen
tv allgäu berichtet über das pilotprojekt in wasserburg-hege
passivhausstandard für senioren in wasserburg

Nachhaltig und ökologisch Bauen wird in Zukunft immer bedeutender werden. Ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit ist auch, dass das Raumklima stimmt und die Luft frei von Schadstoffen ist. Die Senioren, die die neuen Wohnungen im „Seniorendaheim“ in Wasserburg-Hege beziehen, können sich freuen – denn Raumluftmessungen belegen die gute Luftqualität in dem Neubau, der im Passivhaus-Standard errichtet wurde. eza! begleitete den Bau im Rahmen des „Servicepakets Nachhaltig Bauen“ als Pilotprojekt, das nach einem Jahr Bauzeit jetzt erfolgreich abgeschlossen wurde. „Wir stehen in einem gerade fertig gestellten Neubau, die Malerleitern und -kübel sind gerade erst weggeräumt worden, aber man riecht absolut gar nichts. Es gibt keinen typischen Neubaugeruch“, freut sich Ursula Sauter, Vorsitzende des Zweckverbands Seniorenheim Hege.
konsequent gifte vermieden
Wenn Innenräume ganz neu riechen, enthält die Raumluft wahrscheinlich hohe Mengen von Weichmachern, flüchtigen Flurchlorkohlenwasserstoffen und Formaldehyd. Diese stehen im Verdacht Krebs zu erzeugen. Beim Neubau der Seniorenwohnungen wurde konsequent darauf geachtet, Gifte zu vermeiden. Zum Beispiel regten die eza!-Fachleute an, die mit viel Leim gebundenen OSB-Platten in der Außenwand durch eine einfache Bretterschalung zu ersetzen. Auch der Verzicht auf PVC spielte eine große Rolle: „Wir haben zum Beispiel darauf geachtet, dass PVC-freie Kabel verwendet werden“, erklärt Felix Geyer, Bereichsleiter eza!-energiemanagement, der das Pilotprojekt in Wasserburg betreut.
raumluftmessung am schluss bringt gutes ergebnis

Felix Geyer sieht noch großen Nachholbedarf im Bereich des ökologischen Bauens: „An viel befahrenen Straßen ist die Luftqualität oft besser als in vielen Gebäuden.“ Mit dem modular aufgebauten „Servicepaket Nachhaltig Bauen“ soll sich das ändern: „Städten und Gemeinden stehen wir in jeder Bauphase beratend zur Seite und dokumentieren auch die erreichte Qualität“, erläutert Felix Geyer. Die beauftragten Firmen müssen die Produkte, die sie auf der Baustelle verarbeiten, deklarieren. In Wasserburg waren 16 verschiedene Firmen von der Produktdeklaration betroffen – vom Rohbauer bis zum Dachdecker. Zum Abschluss der Baumaßnahme stand dann eine Raumluftmessung an. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Die Konzentration an Formaldehyd lag in den Seniorenwohnungen mit 0,019 ppm in einem unauffälligen Bereich. Zum Vergleich: Der Richtwert der Weltgesundheitsorganisation liegt bei 0,083 ppm.








