fragen rund um energiesparlampen

einsparpotenziale, kostenvergleich glühlampe – energiesparlampe

Eine Energiesparlampe von 20 W kann eine Glühbirne mit 100 W ersetzen. Somit kann durch die reduzierter Stromaufnahme (auf ein Fünftel und über die längere Lebensdauer der Energiesparlampe) ein Betrag von 92 € bzw. 640 kWh an elektrischer Energie eingespart werden (bei einem angenommen Strompreis von 15 Cent pro kWh).

Der Großteil der Kosten fällt als Stromkosten an und nicht bei der Beschaffung der Lampe. Die Energiesparlampe ist in der Anschaffung wesentlich teuerer als die Glühlampe, sie ist aber durch die längere Lebensdauer und die höhere Lichtausbeutung effizienter. 

Es sollten möglichst keine Billigprodukte gekauft werden, da diese oft nicht diese lange Lebensdauer erreichen und andere qualitative Nachteile haben.

lebensdauer

Die Lebensdauer von qualitativ hochwertigen Energiesparlampen reicht von 6.000 bis 16.000 Stunden. Bei einer „8.000 Stunden – Energiesparlampe“ mit einer durchschnittlichen Brenndauer von 1.000 Stunden pro Jahr, erreicht sie eine durchschnittliche Lebensdauer von 8 Jahren (eine Glühbirne würde bei derselben Brenndauer nur 1 Jahr halten).

Qualitätslampen erreichen nach einigen tausend Stunden noch immer über 90% ihrer ursprünglichen Helligkeit.

geben energiesparlampen „gutes“ licht?

Als erstes sollte man beim Kauf einer Energiesparlampe auf die Lichtfarbe achten. Es gibt Energiesparlampen mit der Lichtfarbe „Warm-Weiß“ (Angabe auf der Verpackung), deren Licht sich kaum von der Glühlampe unterscheidet.

Dazu kommt noch, dass moderne Energiesparlampen nicht mehr „flimmern“, da sie mit einem elektronischen Vorschaltgerät ausgestattet sind (Erkennbarkeit: Schlankere Bauform als Ausführung mit magnetischen Vorschaltgeräten).

energiebilanz/ökobilanz

Die Herstellung einer Energiesparlampe braucht knapp viermal soviel Energie, wie die Herstellung einer Glühlampe. Allerdings ist die Lebensdauer einer guten Energiesparlampe rund 8x höher, als die der Glühlampe. Deshalb fällt die Gesamtenergiebilanz zugunsten der Energiesparlampe aus.

elektrosmog

Der Begriff "Smog" setzt sich zusammen aus den Wörtern "smoke" und "fog". Elektrosmog bedeutet eine Umweltbelastung durch elektromagnetische Felder. Jedes elektrische Gerät erzeugt ein mehr oder weniger großes elektromagnetisches Feld, das auf die Menschen in der Umgebung wirkt.

Gemäß dem Merkblatt „Elektromagnetische Felder von Energiesparlampen“ des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit und Energie Schweiz sind Energiesparlampen bezüglich elektromagnetischer Strahlung kaum schlechter als Glühlampen und vergleichbar mit anderen Geräten des Alltages. Energiesparlampen können ohne Bedenken anstelle von Glühlampen verwendet und dadurch ein Beitrag zum Energiesparen und Umweltschutz geleistet werden.

Bei metallenen Lampenschirmen ist das elektromagnetische Feld besonders gering.

diskussion in den medien

Verschiedene Tests, wie z.B. einer der Zeitschrift „Öko-Test“ haben große Qualitätsunterschiede unter der Vielzahl der am Markt vorhandenen Produkte ergeben. Es wurden teilweise große, negative Abweichungen der auf der Verpackung angegeben Produktdaten wie der Helligkeit, der Energieeinsparung und der Schaltbeständigkeit festgestellt.

Es ließen sich auch sehr große Preisunterschiede aufzeigen.

Hier ist zu hoffen, dass die Hersteller und der Handel darauf reagieren und den Kunden zukünftig die Kaufentscheidung mit klar erkennbaren Qualitätsprodukten und im Sinne eines guten Lichtklimas erleichtern.

Obenstehende Fragen zur Energiesparlampe wurden uns freundlicherweise vom energieinstitut vorarlberg zur Verfügung gestellt.

entsorgung/bruch

Aktuelle Meldungen über Quecksilber in Energiesparlampen verunsichern derzeit viele Verbraucher. Doch laut Stiftung Warentest gibt es keinen Grund zur Panik. Wer einige einfache Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann Energiesparlampen weiter bedenkenlos nutzen.

Energiesparlampen enthalten Quecksilber, um zu funktionieren. Das Schwermetall kann allerdings nur entweichen, wenn die Lampe zerbricht. Trotzdem ist es nicht zu unterschätzen. Denn Quecksilber ist giftig. Bei Zimmertemperatur wird es flüssig und verdampft.

Wenn die Lampe doch zerbricht 

Normalerweise gehen Energiesparlampen selten zu Bruch. Falls doch: Keine Panik. Als erstes sollten die Fenster weit geöffnet und ausgiebig gelüftet werden. Vorsichtshalber sollte der Raum für eine Viertelstunde verlassen werden. Viel lüften sollten man auch während und nach der anschließenden Reinigung: Mit Gummihandschuhen und Wegwerftüchern alle sichtbaren Reste der zerbrochenen Lampe zusammenkehren. Den Abfall außerhalb des Hauses in der Restmülltonne entsorgen. Den Teppich mit Klebeband abtupfen. Danach alles gründlich saugen und auch den Staubsaugerbeutel entsorgen.

Tipp:

Keine Energiesparlampe geht von allein kaputt. Steckt sie in einer stabilen Leuchte, bietet dies einen guten Schutz. Auch Lampen mit zusätzlicher Glashülle sind gut. Wer auf Nummer Sicher gehen will: Es gibt auch Energiesparlampen mit Kunststoffummantelung (Splitterschutz). Für das Kinderzimmer sind diese Produkte optimal.

neue eu verordnung knipst die glühbirne aus

Nach rund 130 Jahren ist das Aus für die herkömmliche Glühbirne in Europa besiegelt. EU-Experten einigten sich darauf, Glühbirnen wegen des hohen Stromverbrauchs ab September 2009 stufenweise vom Markt zu nehmen. Ab dem 1. September 2012 soll es nur noch Energiesparbirnen in den Läden geben. Nach Angaben der EU-Kommission wird die Umstellung auf Energiesparlampen bis zum Jahr 2020 so viel Strom einsparen wie Kraftwerke mit einer Leistung von 500 Megawatt produzieren.

stufenweiser ausstieg

Ab September 2009 sollen nur noch solche Energiesparlampen zum Einsatz kommen.

Nach dem Beschluss des zuständigen EU-Ausschusses wird ab September 2009 zunächst der Verkauf aller matten Birnen sowie der von klaren Birnen mit 100 Watt Leistung untersagt. Ab September 2010 folgen klare 75-Watt-Birnen, ein Jahr darauf die 60- Watt-Leuchten. Ab September 2012 werden dann die letzten 40- und 25-Watt-Birnen vom Markt genommen. 

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Mit diesem Beschluss setzen wir auch gegenüber den Verbrauchern ein Signal für die Verwendung effizienter Produkte. Das schont gleichzeitig den eigenen Geldbeutel."

Ein durchschnittlicher Haushalt kann damit laut EU im Jahr 50 Euro sparen – der höhere Kaufpreis schon eingerechnet. Verbraucher können zu Hause weiter ihre alten Glühbirnen benutzen. Wenn diese aufgebraucht sind, können sie aber nach 2012 nur noch Energiesparlampen kaufen, zu denen auch Halogenlampen gehören. Allerdings sollen die ineffizientesten ab September 2016 verboten werden – also die der Energieeffizienzklasse C.   

Damit steht die 1879 erfundene Glühbirne in Europa vor dem Aus. Sie setzt nur fünf Prozent des Stroms in Licht um, der Rest verpufft als Wärme. Moderne Energiesparbirnen verbrauchen 65 bis 80 Prozent weniger und halten sechsmal länger.

Manuel Allgaier

Dipl. Betriebswirt (FH)
Leitung Energieberatung
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