aus alt mach neu

altersgerechtes umbauen wird gefördert

Das ist allen Menschen gemein – sie werden alt. Oftmals passt dann die gegenwärtige Wohnsituation nicht mehr zu den Bedürfnissen. Trotzdem müssen eine Trennung vom gewohnten Umfeld und ein Umzug nicht unbedingt sein: Die KfW-Bank unterstützt Eigentümer und Mieter beim altersgerechten Umbau entweder mittels eines Darlehens oder – wenn Eigenkapital da ist – mit einem fünfprozentigen Investitionszuschuss von bis zu 2.500 Euro pro Wohneinheit. Gefördert werden beispielsweise stufenlose Wege von der öffentlichen Straße bis zum Hauseingang, ein behindertengerechtes Bad und WC oder der Einbau von Aufzügen und Treppenliften. Zusätzlich zu diesen Förderprogrammen können auch die andern Förderprogramme der KfW zur energetischen Modernisierung genutzt werden.

gute energiebilanz macht häuser wertbeständig

Hausbesitzer, die ihr in die Jahre gekommenes Gebäude auf den neuesten energetischen Stand bringen wollen, sollten sich vor dem Beginn der Sanierung Gedanken über die richtige Reihenfolge der Herangehensweise machen. Welche Baumaßnahmen sind besonders sinnvoll? Welche Technik soll zum Einsatz kommen und wo finde ich die richtigen Experten? Alle Fragen, die dabei auftauchen können, beantworten die eza!-Energieberater: von der Heizungserneuerung über die Nutzung von erneuerbaren Energien, die Dämmung von Dach und Wänden bis hin zum Einbau neuer Fenster.

rechnungen für heizung und warmwasser drücken

Sanierungen – egal wie groß das Budget – machen sich schnell in barer Münze bemerkbar. Sie lohnen sich, um sich unabhängiger von den künftigen Entwicklungen der Preise fossiler Energien, also für Gas, Öl oder Strom, zu machen. Eine energieeffiziente Sanierung rechnet sich schon nach wenigen Jahren. Das geht immer schneller, je mehr die Energiekosten steigen.

heute für die zukunft bauen

Wer heute baut oder saniert, sollte nicht nur den gesetzlich vorgeschriebenen Standard anstreben, der in wenigen Jahren bereits veraltet sein wird. Der Rat von eza! ist: Bauen Sie heute beim Neubau mindestens ein KfW-Effizienzhaus 70, besser noch ein KfW-Effizienzhaus 55 oder 40, das Sie mit dem Passivhausstandard oder dem Plus-Energie-Haus erreichen. Bei Sanierungen sollten Sie mindestens den Neubaustandard erreichen. Aber da ein paar Zentimeter mehr bei der Wärmedämmung in der Regel keine große Kostensteigerung bedeuten, sollten Hausbesitzer gleich die Standards KfW-Effizienzhaus 85, 70 oder 55  anstreben.

drei gute gründe zum sanieren

Grund Nummer eins: Auch wenn man beim Neubau oder Neukauf sicherlich nicht an einen Auszug denkt: Sollten Sie sich eines Tages doch entscheiden, Ihr Haus zu verkaufen oder zu vermieten, gilt ein geringer Energieverbrauch als wertsteigernd.

Zweitens: Ein energetisch sinnvoll modernisiertes Haus bietet einen hohen Wohnkomfort und ein angenehmes und gesundes Wohnklima. Und – drittens: Mehrkosten beim Sanieren kann man gering halten, indem man ohnehin anstehende Modernisierungsarbeiten am Haus mit energiesparenden Maßnahmen verbindet. Denn wenn beispielsweise die Fassade neu verputzt wird, muss ohnehin ein Gerüst aufgestellt werden. Der Aufpreis für eine Wärmedämmung ist dann vergleichsweise niedrig. Wartet man dagegen ab, kann das – schon allein weil erneut ein Gerüst notwendig wird – erheblich teurer werden.

dem winter trotzen

Hausbesitzer und Mieter können relativ schnell, kostengünstig und einfach etwas tun gegen hohe Heizkosten wegen strenger Winter: Einfache Dämmmaßnahmen an ungedämmten Rohren, Heizungsarmaturen in kalten Kellern oder der Kellerdecke können handwerklich Begabte auch selbst bewerkstelligen. Richtiges Heizen und Lüften und abgedichtete Fenster sollten ohnehin selbstverständlich sein. Eine vierköpfige Familie, die in einem älteren, ungedämmten großen Haus auf 150 Quadratmetern wohnt, bezahlt bis zu 3000 Euro im Jahr an Heizkosten. Bei Fragen zu allen Mitteln zum Senken der Heizkosten hilft die eza!-Energieberatung weiter.

beim neubauen unbedingt an sonne denken

In gut gedämmten Gebäuden mit großen Fensterflächen ist es besonders wichtig, dass die Sonne ihren Beitrag leistet, um das Haus zu erwärmen. Ist ein Neubau raffiniert genug konstruiert und konzipiert, dann liefert Ihnen die Sonne Gratiswärme. Vermeiden Sie also bestmöglich die Verschattungen wichtiger Fensterflächen auf der Südseite durch Nachbargebäude oder höher werdende Bäume. So kann die Wintersonne ungehindert ins Haus. Nur mit Hilfe eines Balkons oder ein überstehendes Dach sollte man diese Seite allerdings wegen der sommerlichen Hitze verschatten. Ebenso brauchen Ost- und Westseite Sonnenschutz.

beim bauen von vornherein auf energieeffizienz setzen

Beim Kauf oder Bau der eigenen vier Wände sollte man bei jeglichen Entscheidungen von vornherein durch die Brille der Energieeffizienz blicken. Eine der wohl größten Investitionen – wenn nicht gar die größte im Leben – sollte nicht zur finanziellen Belastung werden. Achten Sie deshalb unbedingt auf Wirtschaftlichkeit und Komfort zugleich. Das heißt: Oberste Priorität haben eine hochwertige Bauausführung, modernste Haustechnik und eine energieeffiziente Bauweise. Optimal ist ein Passivhaus. Dadurch wirken Sie steigenden Heizkosten entgegen und schaffen sich ein behagliches, wirtschaftliches und umweltbewusstes Zuhause.

winterfitnessprogramm – auch fürs zuhause

Höchste Zeit, sich selbst von Kopf bis Fuß winterfit zu machen. Übersetzt aufs Zuhause heißt das: Fitnessprogramm von Dach bis Keller. Denn wer da gewissenhaft ist, spart Geld.

renovieren zum niedrigenenergiehaus

Die Praxis zeigt es: Wer einen Altbau auf den energetischen Stand der Energieeinsparverordnung (EnEV) bringen will, kann mit geringem Zusatzaufwand gleich den Sprung zum Energiesparhaushaus oder Passivhaus tun. Neben einer verbesserten Wärmedämmung sorgt dann eine Komfortlüftung sommer wie winters für ein angenehmes Wohnklima. Zudem wird der Geldbeutel bei den Unterhaltskosten geschont.

der richtige zeitpunkt

Wer über energiesparende Maßnahmen an Gebäuden nachdenkt, sollte die „Ohnehin“-Regel beachten: Stehen ohnehin Arbeiten an Bauteilen oder der Heizungsanlage an, lassen sich Energiesparmaßnahmen ohne weitere Zusatzkosten, wie etwa für den Gerüstaufbau, durchführen.

Manuel Allgaier

Dipl. Betriebswirt (FH)
Leitung Energieberatung
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