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Sparkassengebäude in Burgau als Passivhaus

Der Neubau, ca. 400 m² Nutzfläche für Büroräume und Schalterflächen, wurde als Ersatzbau für eine veraltete Geschäftsstelle aus den 60 er Jahren realisiert.
Standort: Burgau
Objekttyp: Neubau Passivhausstandard
Architekt: Martin Endhardt
Beschreibung der Gebäudetechnik:
Der Energiebedarf in Passivhausbauweise liegt um ca. 86 % unter der einer Standartbauweise. Ein Gebäude in Standartbauweise (36,5 Ziegelmauerwerk ohne Vollwärmeschutz) mit einer Fläche von ca. 400 m² benötigt eine Heizungsanlage mit ca. 40 bis 45 KW Heizleistung. Die Heizleistung für die Passivhaus Sparkassenfiliale in Burgau beiträgt gerade mal 8 KW.
Diese Heizleistung wird jedoch erst ab einer Außentemperatur von ca. 0°C benötigt. Und dies auch erst,wenn keine solare Sonneneinstrahlung erfolgt.
Konzept: Das Gebäude wird mit zwei kontrollierten Be- und Entlüftungsanlagen mechanisch Be- und Entlüftet. Für jedes Stockwerk ist ein einzelnes Lüftungsgerät vorgesehen. Somit können der Bürobereich im Obergeschoss sowie der Schalterbereich im Erdgeschoss unabhängig von einander entsprechend der unterschiedlichen Benutzungszeiten bzw. Öffnungszeiten betrieben werden.
Diese Lüftungsanlagen arbeiten mit einer Wärmerückgewinnung von 82%. Durch die Be- und Entlüftungsanlage wird sichergestellt, dass ein regelmäßiger Luftaustausch im kompletten Gebäude stattfindet. Insbesondere in den Büroräumen ist eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet.
Eine Ermüdung und Konzentrationsnachlässigkeit bei den Mitarbeitern aufgrund verbrauchter Luft ist somit auf ein Minimumm reduziert.
Als zusätzlicher Wärmeerzeuger ist für das Objekt eine Sole-Wärmepumpe mit Spiral-kollektoren geplant. Über dieses System kann das Gebäude im Winter entsprechend der vorherrschenden Außentemperaturen beheizt werden. Die anfallenden Energiekosten der Wärmepumpe werden über einen Stromsondertarif abgerechnet. Die benötigte Wärmeenergie aus dem Erdreich wird der Wärmepumpe über 18 Erdkörbe zugeführt.
Wärmeübertragung: Die Wärmeübertragung erfolg über ein Wandheizsystem, welches im Brüstungsbereich der einzelnen Räume angebracht wird. Im Schalterbereich werden die Module in der Decke integriert. Durch die Strahlungseigenschaften des Wandheizsystems ergibt sich eine behagliche Raumtemperatur.
Erdsonden: Die Erdkörbe liegen in einer Tiefe von -1,50 m bis -3,50 m. Der Abstand der einzelnen Spiralkollektoren beträgt zwischen 2,0 und 2,5 Meter. Die einzelnen Erdkörbe werden über ein Rohrsystem auf einem Verteiler gesammelt und über eine gemeinsame Versorgungsleitung ins das Gebäude auf die Wärmepumpe aufgeschaltet.Energiebedarf pro m2 und Jahr in Passivhausbauweise:ca. 11 Watt = 1,1 Liter Heizöl
Zum Vergleich: Energiebedarf pro m2 und Jahr für kfW-40 Gebäude:ca. 40 Watt = 4,0 Liter Heizöl
Zum Vergleich: Energiebedarf pro m2 pro Jahr für EnEV-Standard Gebäude:ca. 78 Watt = 7,8 Liter Heizöl
Zertifizierung Passivhaus für Fachleute (LINK)










