energiestandards im überblick

das kfw-effizienzhaus (neubau und sanierung)

Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat, um mit Förderprogrammen den Anreiz für einen besseren Energiestandard setzen zu können das Effizienzhaus eingeführt. Die Zahl hinter dem Wort Effizienzhaus sagt aus, wie viel Primärenergie in Prozent das Effizienzhaus im Vergleich zu einem Neubau nach den gültigen Vorschriften der EnEV benötigt. Das Effizienzhaus hat das bisher geförderte Energiesparhaus KfW 60 oder KfW 40 abgelöst.

  • KfW-Effizienzhaus 40 für Neubau 
  • KfW-Effizienzhaus 55 für Altbau- und Neubau 
  • KfW-Effizienzhaus 70 für Altbau- und Neubau 
  • KfW-Effizienzhaus 85 für Altbau 
  • KfW-Effizienzhaus 100 für Altbau 
  • KfW-Effizienzhaus 115 für Altbau

Diese Energiestandards werden wahlweise mit zinsvergünstigten Darlehen und bei Sanierungen zusätzlich mit einem Teilschulerlass oder einem Zuschuss gefördert. Je besser der Standard, desto attraktiver die Konditionen.

Das KfW-Effizienzhaus 40 (Neubau):

darf den Jahres-Primärenergiebedarf von 40 % und den Transmissionswärmeverlust des Referenzgebäudes von 55 % der Vorgaben der EnEV2009 nicht überschreiten. Diesen Standard erreicht man bei einem verschattungsfreier nach Süden ausgerichteten Gebäude mit Passivhauskomponenten, wie wärmebrückenfreier Konstruktion, luftdichte Gebäudehülle, sehr gute Dämmung, Passivhausfenster mit hohen solaren Wärmegewinnen, Komfortlüftung mit mehr als 75% Wärmerückgewinnung, und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Auch kann durch die Anrechnung beispielsweise einer Solarstromanlage gemäß § 5 EnEV der Primärenergiebedarf weiter gesenkt werden. Der Endenergiebedarf für ein Effizienzhaus 40 mit Wärmepumpe liegt unter 20 kWh/m²a (unter 2 Liter Heizöl/m²a).

Das KfW-Effizienzhaus 55 (Neubau und Sanierung):

darf den Jahres-Primärenergiebedarf von 55 % und den Transmissionswärmeverlust des Referenzgebäudes von 70 % der Vorgaben der EnEV2009 nicht überschreiten. Diesen Standard erreicht man am Besten mit Passivhauskomponenten, wie wärmebrückenfreier Konstruktion (Wärmebrückenminimierung bei Bestandsgebäuden besonders wichtig), luftdicht geprüfter Gebäudehülle, sehr guter Dämmung, Passivhausfenster, Komfortlüftung mit mehr als 75% Wärmerückgewinnung. Der Endenergiebedarf für das Effizienzhaus 55 liegt unter 30 kWh/m²a (unter 3 Liter Heizöl/m²a). Die gleiche Förderung erhält der, energetisch noch etwas bessere Passivhausstandard.

Das KfW-Effizienzhaus 70 (Neubau und Sanierung):

darf den Jahres-Primärenergiebedarf von 70 % und den Transmissionswärmeverlust von 85 % der Vorgaben der EnEV2009 nicht überschreiten. Diesen Standard erreicht man mit Passivhauskomponenten, wie wärmebrückenfreier Konstruktion, luftdichter Gebäudehülle, sehr guter Dämmung, Passivhausfenster, Komfortlüftung mit mehr als 75% Wärmerückgewinnung. Der Endenergiebedarf für das Effizienzhaus 70 liegt unter 40 kWh/m²a (unter 4 Liter Heizöl/m²a).

Das KfW-Effizienzhaus 85 (Sanierung):

darf den Jahres-Primärenergiebedarf von 85 % und den Transmissionswärmeverlust von 100 % der Vorgaben der EnEV2009 nicht überschreiten. Zusätzlich gelten Anforderungen für einzelne Bauteile. Das KfW-Effizenzhaus 85 entspricht etwa dem früheren KfW 40 Haus. Diesen Standard erreicht man mit einer sehr guten Wärmedämmung und einer effizienten Haustechnik welche regenerative Energien nutzt, z.B. Holzpelletkessel, Wärmepumpe, Solaranlage. Eine Komfortlüftung - auch dezentral möglich - ist empfehlenswert für gute Raumluft und garantierte Schimmelfreiheit. Der Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser wird bei diesem Standard bei ca. 40 bis 50 kWh/m² a (4 bis 5 Liter Heizöl m²/a) liegen.

Das KfW- Effizienzhaus 100 (Sanierung):

darf den Jahres-Primärenergiebedarf von 100 % und den Transmissionswärmeverlust von 115 % der Vorgaben der EnEV2009 nicht überschreiten. Zusätzlich gelten Anforderungen für einzelne Bauteile. Dieser Standard entspricht etwa dem früheren KfW 60-Standard und kann durch eine weitgehende Übernahme der Anforderungen eines Neubaus in der EnEV für die Sanierung erreicht werden. In der Regel wird eine Sanierung auf diesen Standard eine sehr gute Wärmedämmung, neue Fenster und eine effiziente Heizungstechnik erfordern. Eine Komfortlüftung - auch dezentral möglich - ist empfehlenswert für gute Raumluft und garantierte Schimmelfreiheit, gerade an noch evtl. vorhandenen Wärmebrücken. Beim Effizienzhaus 100 kann man mit einem Endenergiebedarf von etwa 65 bis 80 kWh/m²a (ca. 6,5 bis 8 Liter Heizöl/m²a) rechnen.

Das KfW- Effizienzhaus 115 (Sanierung):

darf den Jahres-Primärenergiebedarf von 115 % und den Transmissionswärmeverlust von 130 % der Vorgaben der EnEV2009 nicht überschreiten. Zusätzlich gelten Anforderungen für einzelne Bauteile. Mit einer Sanierung nach dem Effizienzhausstandard 115 ereicht man einen Endenergiebedarf von etwa 80 bis 100 kWh/m² (8 bis 10 Liter Heizöl/m²a). Die Steigerung des Wohnkomforts durch warme Oberflächen im Winter hält sich aber in Grenzen, wodurch dieser Standard das absolute Minimum einer energetischen Sanierung darstellen sollte.

eza!-tipp

Heute für die Zukunft bauen

Wenn Sie heute bauen oder sanieren, dann sollten Sie nicht nur den gesetzlich vorgeschriebenen Standard anstreben, der in wenigen Jahren bereits veraltet sein wird. Bauen Sie heute beim Neubau mindestens ein KfW-Effizienzhaus 70, besser noch ein KfW-Effizienzhaus 55 oder 40, das Sie mit dem Passivhausstandard oder dem Plus-Energie-Haus erreichen. Bei Sanierungen sollten Sie mindestens den Neubaustandard erreichen, aber da ein paar Zentimeter mehr bei der Wärmedämmung in der Regel keine große Kostensteigerung bedeuten sollten Sie gleich die Standards KfW-Effizienzhaus 85, 70 oder 55  anstreben.

übersicht: energiestandards seit 2010

seit 1.1.2010
KfW-Effizienzhaus für Neubau 

  • KfW-Effizienzhaus 70
    = 70% EnEV-Jahresprimärenergiebedarf und 85% EnEV-Transmissionswärmeverlust 
  • KfW-Effizienzhaus 55 oder Passivhaus
    = 55% EnEV-Jahresprimärenergiebedarf und 70%
    EnEV-Transmissionswärmeverlust (40 kWh/m² Jahresprimärenergiebedarf und 15 kWh/m² Heizwärmebedarf bei Passivhaus)
  • KfW-Effizienzhaus 40
    = 40 % EnEV-Jehresprimärenergiebedarf und 55 % EnEV-Transmissionswärmeverlust

KfW-Effizienzhaus für Sanierung

  • KfW-Effizienzhaus 115
    = 115% EnEV-Jahresprimärenergiebedarf und 130% EnEV-Transmssionswärmeverlust
  • KfW-Effizienzhaus 100
    = 100% EnEV-Jahresprimärenergiebedarf und 115%
    EnEV-Transmissionswärmeverlust
  • KfW-effizienzhaus 85
    = 85% EnEV-Jahresprimärenergiebedarf und 100% EnEV-Transmissionswärmeverlust
  • KfW-Effizienzhaus 55 (ab 1.7.2010)
    =55 % EnEV-Jahresprimärenergiebedarf und 70 % Transmissionswärmeverlust

chronik: bis 2009 gab es folgende energiestandards

bis 2009

  • Neubau: Energiesparhaus KfW 60 und KfW 40
  • Sanierung: EnEV, EnEV -30%, EnEV -50%

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In unserer Förderdatenbank finden Sie alle Förderprogramme auf Bundesebene, alle Landesprogramme von Bayern und Baden-Württemberg, sowie alle regionalen Förderprogramme in den PLZ-Bereichen 86, 87, 88 und 89.

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Wir haben hier die wichtigsten Förderprogramme und eine umfassende Förderdatenbank für Sie bereit gestellt. Wenn Sie noch weitere Informationen brauchen, dann wenden Sie sich doch an unsere energieberatung.Wir haben hier die wichtigsten Förderprogramme und eine umfassende Förderdatenbank für Sie bereit gestellt. Wenn Sie noch weitere Informationen brauchen, dann wenden Sie sich doch an unsere energieberatung.

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