Energieberatung nur vom Fachmann
Hinter einer fundierten Beratung steckt viel Wissen
Vor jeder Sanierung und Erneuerung eines Altbaus ist eine Energieberatung für den Hausbesitzer eine sinnvolle und wichtige Unterstützung. Der Markt an Beratungsangeboten wird jedoch zunehmend unübersichtlicher: Von der hochwertigen Ingenieurdienstleistung bis hin zum jetzt neu angebotenen kostenlosen Energiecheck, den ein Handwerker nach einer halbtägigen Kurzeinweisung durchführen kann, reichen die Angebote auf dem Markt.
Im Gegensatz zum kostenlosen Energiecheck, der dem Handwerker lediglich als neuer Weg für Erstkontakt und Kundenakquisition dient, zeichnet sich wahre Energieberatung durch Unabhängigkeit und Kompetenz aus. Auf beides wird bei den kostenlosen Energieberatungsstellen von eza! und beispielsweise auch der Energieberatung der Verbraucherzentrale großen Wert gelegt: Bei beiden Beratungsangeboten sind nur gut ausgebildete Energieberater im Einsatz. Sie haben sich an ein striktes Verbot der Eigenwerbung zu halten und die Verpflichtung zur neutralen Beratung. So nehmen sie den Hausbesitzer an die Hand, und zeigen den weiteren Weg auf. Der kann dann bei einzelnen Sanierungsmaßnahmen liegen, womöglich mit dem entsprechenden Förderantrag. Vielleicht führt er aber auch weiter zur Vor-Ort-Energieberatung. Das vor allem dann, wenn eine größere Sanierung geplant ist. In dem Fall kommt ein qualifizierter freiberuflicher Energieberater ins Haus und analysiert detailliert, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll und wirtschaftlich sind. Die Kosten der Beratung werden durch ein Förderprogramm des Bundes – zumindest teilweise – getragen.
Gute Energieberater haben als Vorbereitung für ihre Tätigkeit eine Zusatzausbildung von mindestens 200 Stunden (als Handwerker) und von mindestens 120 Stunden (als Ingenieur) absolviert.
Nicht vergleichen kann man damit den Energiecheck der Aktion „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der als Erstansprache für Hausbesitzer gedacht ist. Nach nur vier Stunden Ausbildung dürfen Handwerker dabei Energiechecks für Ein- und Zweifamilienhäuser ausstellen. Da kann der Kunde zwar Glück haben und auf einen als Energieberater qualifizierten Handwerker als Berater treffen, aber es kann genauso passieren, dass ein Maler dem Kunden anhand einer Checkliste aufzeigt, dass die Heizung sanierungsbedürftig ist - und zwar ohne dass er eine Zusatzausbildung im Bereich der Energieberatung hat.
Für jeden, der plant Geld in die Sanierung seines Hauses zu investieren, ist daher stets eine persönliche Energieberatung - und nicht nur ein kurzer Check sinnvoll.