wärmedämmung

Die unterschiedlichen Arten von Wärmedämmung werden bei den Altbautagen vorgeführt
Die unterschiedlichen Arten von Wärmedämmung werden bei den Altbautagen vorgeführt

Anschluss Dampfsperre( = Winddichtheitsebene) an den Putz am Kniestock bei der eza!-partner-sanierung
Anschluss Dampfsperre( = Winddichtheitsebene) an den Putz am Kniestock bei der eza!-partner-sanierung

Wärmedämmung
Wohnhäuser verlieren die meiste Wärme über ihre Außenflächen. Deshalb ist eine gute Dämmung von Außenwand, Dach und Kellerdecke oder Bodenplatte und eine Wärmeschutz­verglasung der Fenster im Neubau ebenso wichtig wie bei Sanierungen.

Wie dick soll Wärmedämmung sein?
Noch vor wenigen Jahren wurden meist nur sechs bis acht Zentimeter Wärmedämmung bei einer Sanierung auf die Außenwand aufgebracht. Die KfW-Förderbank verlangt für ihre Einzelmaßnahmen-Förderung mindestens 15 Zentimeter bei einer Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/mk. Im Neubau sind Dämmstärken von 25 oder 30 Zentimetern bei Passivhäusern keine Seltenheit. Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen, dass diese Dämmstärken bei weiter ansteigenden Energiepreisen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen.
Das Teuerste bei einer Wärmedämmung der Fassade oder einer Dachsanierung ist die Arbeitszeit. Ein paar Zentimeter mehr Dämmstoff sind da relativ kostengünstig. Später die Dämmung zu verstärken ist hingegen fast nicht mehr möglich.

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Wärmeleitfähigkeit
Die Wärmeleitfähigkeit "Lambda" steht für das Dämmvermögen des Dämmstoffs. Wärmedämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit von höchstens 0,06 W/mK. Je niedriger der Wert ist, desto besser die Dämmeigenschaft. Gängige Dämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit von 0,045 bis 0,030 W/mK.  Früher wurde die Wärmeleitfähikeit durch die Wärmeleitfähigkeitsgruppe WLG beschrieben. Durch die Vereinheitlichung der Vorschriften und Normen in der EU unterscheidet man jetzt zwischen zwei "Lambda" Werten, dem Nennwert "Lambda"D der vom Dämmstoffhersteller nur mit dem CE-Zeichen bestätigt wird und dem fremdüberwachten "Lambda" Bemessungswert, welcher für die Wärmeschutzberechnungen angelegt werden darf.
Auf dem Dämmstoffetikett muss mindestens einer von beiden Werten angegeben sein. Bei Angabe des "Lambda"D-Wertes erhält man den "Lambda"-Bemessungswert in der Regel durch einen Aufschlag von etwa 20 % des angegebenen Wertes.

Wärmebrücken
Wärmebrücken sind Unter­­brechungen in der Dämmebene. Ein klassisches Beispiel ist, wenn die Geschossdecke eine bis zum Balkon durch­gehende Betonplatte ist. Beton leitet die Wärme sehr gut und somit wird die Wärme dem Raum entzogen und über den Balkon an die Außenluft abgegeben. Beim Passiv­haus müssen Wärme­brücken konsequent vermieden werden.

Bau- und Dämmstoffe
Bei Bau- und Dämm­stoffen ist neben den günstigen Dämm­eigen­schaften noch auf den Energie­aufwand bei Her­stellung und Entsorgung zu achten. Diese energetische Amortisationszeit, die rechnerische Zeit, die der eingebaute Dämmstoff benötigt, um die zu seiner Herstellung eingesetzte Energie wieder einzusparen, betägt in der Regel nur wenige Monate. Hier liegen nachwachsende Roh­stoffe aus der Region klar im Vorteil. Bei ihnen beträgt diese Amortisationszeit nur wenige Wochen. Holz eignet sich dabei als Baustoff für Wände ebenso wie zur Dämmung (als Flocken, Späne oder Weichfaser­platten). Hinzu kommt die CO2 -neutrale Verwendung des Bau- und Dämmstoffs. Ziegel ist als Bau­stoff ebenfalls akzeptabel – er wird in der Region hergestellt und hat somit kurze Trans­portwege. Eine zusätzliche Dämmung oder ein mit Perlite als Dämmstoff gefüllter Ziegel ist empfehlenswert.
Eine Liste der gängigen Bau- und Dämmstoffe finden Sie hier

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