Allgäu
28. Juli 2022

Bundesregierung refomiert die Gebäudeförderung

Die Bundesregierung hat Gebäudeförderung reformiert und die Neuerungen bekannt gegeben, die teilweise jetzt schon gelten. Pro Jahr sollen 13 bis 14 Milliarden Euro für die Gebäudeförderung bereitstehen.

Fokus liegt auf der Sanierung

Mit der Reform will die Bundesregierung nach eigenen Worten den Fokus künftig auf die Sanierung legen. Ziel der neuen Förderbedingungen sei es, dass möglichst viele Menschen vom Programm profitieren, damit sie "Energiefresser" wie alte Fenster, Türen und Gasheizungen austauschen und Häuser und Wohnungen sanieren, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte.

Fördersätze werden gesenkt

Zugleich werden Fördersätze in verschiedenen Bereichen gesenkt. "Um möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern angesichts knapper Haushaltsmittel den Zugang zu Förderung zu ermöglichen, sind etwas verringerte Fördersätze notwendig", heißt es aus dem Ministerium. Für Komplettsanierungen gilt beispielsweise nun ein maximaler Tilgungszuschuss von 30 Prozent. im Gegenzug eine deutliche Zinsvergünstigung gewährt, die in etwa einem Zuschuss von 15 % entspricht Die neuen Förderbedingungen für Komplettsanierungen gelten bereits  ab dem 28. Juli.

Beispiele für Einzelmaßnahmen

Bei Einzelmaßnahmen werden die Fördersätze ab 15. August um 5 bis 10 Prozent gesenkt. Ein Beispiel: Früher lag der Fördersatz bei maximal 50 Prozent. Jetzt liegt der maximale Fördersatz beim Einbau einer Wärmepumpe bei 40 Prozent (Höchstgrenze von 60.000 Euro je Wohnung), dies entspricht einer Fördersumme von bis zu 24.000 Euro. Früher bekam man bis zu 30.000 Euro. Beispiel Fensteraustausch: Früher lag der Fördersatz bei bis zu 25 Prozent, nach der Reform bei rund 20 Prozent. Früher konnte man rund 15.000 Euro beim Fensteraustausch bekommen, nach Reform sind es 12.000 Euro.

Neu: Heizungstausch-Bonus für Gaskessel

Neu ist die die Einführung eines Heizungstausch-Bonus für Gaskessel.  Jegliche Förderung für den Einbau von gasverbrauchenden Anlagen wurde dagegen gestrichen.

Neubauförderung wird 2023 neu gestaltet

Die Neubauförderung hingegen will das Bauministerium in Abstimmung mit dem Wirtschafts- und Klimaschutzministerium erst für das nächste Jahr, also erst 2023, neu gestalten. Bei der Neubauförderung läuft das Programm EH 40 Nachhaltigkeit bis Jahresende weiter.

Hier die neuen Fördersätze im Überblick

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Altbau der saniert wird