SUPER

Kurz & knapp:  Viele kleine und mittelgroße Gemeinden im Alpenraum sehen sich mit wachsenden Herausforderungen im Bereich Energie und Klimaschutz konfrontiert, müssen jedoch alle die EU-Richtlinien zur Energieeffizienz (EED) und zu erneuerbaren Energien (RED) einhalten. Oft mangelt es ihnen jedoch an ausreichendem Personal, digitalen Tools und integrierten Datensystemen. Energiebezogene Informationen sind in der Regel über verschiedene Abteilungen und externe Anbieter verstreut. Dies erschwert die langfristige Planung und führt zu reaktiven Entscheidungsprozessen. SUPER löst dieses Problem, indem es bestehende Tools und Datenquellen in einem praktischen Umsetzungsrahmen für Kommunen zusammenführt.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Interreg Alpine Space“ kofinanziert. Die förderfähigen Gesamtkosten betragen1.878.935,20 Euro, wovon 1.409.201,40 Euro durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert werden.

Projektwebsite: www.alpine-space.eu/project/super

LinkedIn Gruppe: www.linkedin.com/groups/42471024/

Projektbeschreibung

Kommunen erfassen bereits eine Vielzahl von Informationen über ihre Gebäude, ihren Energieverbrauch, ihre Investitionen und die lokale Infrastruktur. Die Herausforderung besteht darin, aus all diesen Informationen ein klares Bild davon zu gewinnen, was zu tun ist, wo man ansetzen sollte und welche Maßnahmen Vorrang haben sollten.

SUPER hilft kleinen und mittelgroßen Kommunen dabei, die ihnen bereits zur Verfügung stehenden Daten und digitalen Werkzeuge besser zu nutzen. Anstatt eine weitere eigenständige Lösung zu entwickeln, bündelt das Projekt bestehende Werkzeuge, Datenquellen und kommunale Prozesse zu einem praktischen digitalen Rahmen für die Energie- und Klimaplanung.

Der Ansatz wird gemeinsam mit kleinen und mittelgroßen Kommunen entwickelt und in Living Labs im gesamten Alpenraum getestet. Durch die Zusammenarbeit mit Kommunen unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichem Grad an digitaler Reife wird SUPER untersuchen, was in realen Verwaltungskontexten funktioniert – von der Erfassung und Verknüpfung von Daten bis hin zur Planung von Gebäudesanierungen, Investitionen in erneuerbare Energien und anderen Maßnahmen, die zur Erreichung der europäischen Energieziele erforderlich sind.

Die Digitalisierung ist ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses, doch Technologie allein ist nicht die Lösung. SUPER verbindet digitale Werkzeuge mit dem Wissen und der Erfahrung von Kommunalmitarbeitern, Energieexperten und lokalen Entscheidungsträgern. Das Projekt wird zudem untersuchen, wie künstliche Intelligenz (KI) Aufgaben wie die Datenverarbeitung und Priorisierung unterstützen kann, während die Lösungen gleichzeitig transparent und für den kommunalen Alltag praktikabel bleiben.

Das Ziel ist einfach: kleinen und mittelgroßen Gemeinden dabei zu helfen, ihre Daten zu nutzen, um bessere Energieentscheidungen zu treffen und diese in praktische Maßnahmen umzusetzen.

Bis zum Ende des Projekts wird SUPER einen erprobten und übertragbaren Rahmen sowie Leitlinien bereitstellen, die anderen Alpenkommunen helfen können, ihre Energieplanung zu stärken, begrenzte Ressourcen besser zu nutzen und europäische Energie- und Klimavorgaben in konkrete lokale Maßnahmen umzusetzen.

Projektdaten

Laufzeit: 01.06.2026 - 31.05.2029

Gesamtkosten:  1.878.935,20 Euro

EFRE (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) Fördersumme: 1.409.201,40 Euro

Projektpartner

Energy Institute Vorarlberg (Lead partner)
Energie- und Umweltzentrum Allgäu 
Auvergne Rhône-Alpes Energy Environment
iiSBE Italia R&D - international initiative for a Sustainable Built Environment Italia Research & Development
Energiewende Oberland
Energy and Climate Agency of Podravje
Italian National Agency for New Technologies, Energy and Sustainable Economic Development
Eurac Research
Seeburg Castle University – Private University
Mountain Community of Carnia

Kontakt

Ansprechpartner bei eza! ist Felix Geyer: geyer(at)eza-allgaeu.de, 0831 960286-50