20. April 2026

Neues von Heizungsverstehern: Hydraulischer Abgleich extrem

Inzwischen sollte sich eigentlich herumgesprochen haben, wie wichtig der hydraulische Abgleich ist – für den effizienten, energiesparenden Betrieb einer Heizungsanlage, aber auch zur Steigerung des Wohlfühlfaktors in den einzelnen Räumen. Der hydraulische Abgleich sorgt nämlich dafür, dass innerhalb einer Heizungssystems jeder Heizkörper nur die gerade nötige Wassermenge aus dem Heizungsnetz entnimmt. Der Heizkörper kann dann die zugeführte Wärmemenge an den Raum abgeben, und das Heizungswasser kühlt sich deutlich ab. Fehlt der hydraulische Abgleich, werden Heizkörper, die nahe zur Heizungspumpe stehen, überversorgt. Weiter entfernt liegende Heizkörper – beispielsweise  in oberen Stockwerken – werden dagegen verzögert warm. So weit so gut.

Rund 1.000 Räume

Hält sich in einem Einfamilienhaus der Aufwand fürs richtige Einstellen der Ventile an zehn bis 15 Heizkörpern in Grenzen, kann das in größeren Gebäuden schon tagfüllend sein. Und in richtig großen Gebäuden wird daraus für die ausführenden Personen eine echte sportliche Herausforderung. Unsere beiden eza!-Heizungsversteher Rainer Moll und Patrick Fischer können nach einem ihrer jüngsten Einsätze in einem riesigen Verwaltungsgebäude ein Lied davon singen. Die beiden haben dort  in circa 1.000 Räumen an den Heizkörperventilen geschraubt, sind dafür zigmal unter Schreibtische gekrochen, manchmal tat es aber auch nur eine einfache Kniebeuge. Doch bei mehreren hundert am Tag kann man sich nach Feierabend die Trainingseinheit im Fitness-Studio an der Beinpresse getrost ersparen.

Mehrere Schritte

Am Ende brauchten Moll und Fischer drei Tage, bis sie sich von Raum zu Raum durch das Riesengebäude gearbeitet hatten, das ein paar Jahr zuvor energetisch saniert worden war. Das bedeutete im ersten Schritt: Zuerst alle Thermostate abschrauben und die Ventile nach gängigen Erfahrungswerten bedarfsgerecht einstellen. Denn bis dato waren allesamt in Werkseinstellung voll geöffnet. In zweiten Schritt wurde dann am Vor- und Rücklauf eines jeden Heizungskörpers die Temperatur gemessen. Der Unterschied – die Fachleute sprechen von der Spreizung – sollte bei circa 20 Grad liegen. Mitunter musste an den Ventilen etwas nachjustiert werden. Anschließend  wurden alle Heizkörperthermostate wieder installiert und auf den passenden Sollwert eingestellt.

Deutliche Energieeinsparung

In einem letzten Schritt widmeten sich die eza!-Heizungsversteher im Heizungskeller dem Feintuning der Heizungssteuerung: sie stellten die Heizkurve deutlich flacher ein, passten die Heizzeiten an die tatsächlichen Gebäudenutzung an und drosselten auch die Leistung der Heizungspumpen deutlich. Das Ergebnis von drei Tagen harter Arbeit: der Heizenergiebedarf wird signifikant sinken, dasselbe gilt für den Stromverbrauch der Pumpen – und was auch nicht unterschätzt werden darf: die störenden Strömungsgeräusche verursacht durch die bislang hohen Durchflussgeschwindigkeiten im Leitungssystem und in den Heizköpern sind durch die Anpassungen behoben worden, sehr zu Zufriedenheit der Nutzer des Gebäudes. Letztere wurden von den eza!-Heizungsverstehern gleich auch noch in die richtige Bedienung der Thermostate eingewiesen.

Probleme mit rechnerischem Verfahren

Der eine oder andere Heizungsinstallateur wird jetzt sagen: es gibt doch das Verfahren B samt entsprechendem Berechnungstool dafür. Der Moll und der Fischer hätten sich den zweiten Schritt und damit viel Zeit und Kniebeugen sparen können. Die langjährige Erfahrung der eza!-Heizungsversteher zeigt aber: in Bestandsgebäuden mit einem großen Leitungsnetz liefert das Verfahren B häufig fehlerhafte Ergebnisse – vor allem dann, wenn die Verästelungen und Heizkreisläufe unbekannt sind und die Berechnung der Einstellungswerte damit auf falschen Annahmen fußen. Moll und Fischer mussten in besagtem Gebäude mitunter feststellen, dass Heizkörper, die eigentlich identisch angeschlossen waren, völlig unterschiedliche Ergebnisse bei der Temperaturmessung lieferten.

Auch deutlich günstiger

Zudem legen unsere Heizungsversteher auch großen Wert auf die Feststellung: im Vergleich zum rechnerischen Verfahren kam ihr körperlicher Einsatz den Auftraggeber deutlich günstiger – im konkreten Fall um circa 80 Prozent, sprich mehrere 10.000 Euro wurden eingespart.

Kommunales Energiemanagement lohnt sich

Man sieht: der Einsatz unserer Heizungsversteher lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht. Nicht umsonst bauen zahlreiche Städte, Gemeinden und Landkreise im Rahmen des kommunalen Energiemanagements von eza! auf  die Dienste von Patrick Fischer und Rainer Moll.

Auch interessiert? Hier finden Sie weitere Infos zu den eza!-Angeboten für Kommunen.

Rainer Moll: Heizungsversteher
Patrick Fischer: ebenfalls Heizungsversteher
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