Wohnraum optimal nutzen und erweitern
Dämmen, beim Heizen auf erneuerbare Energie umsteigen, Solarstrom Marke Eigenproduktion nutzen – damit lassen sich Energieverbrauch und CO2-Emissionen dauerhaft senken. Jenseits der Energieeffizienz wird aber die stetig steigende Wohnfläche pro Kopf immer mehr zur Belastung, gehen damit doch ein höherer Treibhausgasausstoß und eine zunehmende Wohnungsnot samt steigender Wohnungspreise einher. Der Druck wächst, vorhandenen Wohnraum sinnvoll zu erweitern und Bestandsgebäude optimal nutzen.
Aus einer Wohneinheit werden zwei
Eine Möglichkeit besteht darin, ein Wohnhaus so aufzuteilen, dass aus ursprünglich einer Wohneinheit zwei entstehen. In der Regel lässt sich ein Gebäude am einfachsten geschossweise aufteilen. Das bietet sich beispielsweise im Alter an: die Eltern ziehen ins Erdgeschoss, das gleich auch noch barrierefrei umgebaut wird, der inzwischen erwachsene Nachwuchs oder ein Mieter bewohnt das Stockwerk darüber. Viele ältere Menschen leben alleine in einer für sie eigentlich viel zu großen Immobilie – was oftmals mit einem Gefühl der Überlastung einher geht. Das Haus muss ja geputzt und versorgt werden, dazu noch die anstrengende Gartenarbeit. Eine andere Lösung kann darin bestehen, einfach nur eine Einliegerwohnung im Gebäude einzurichten. Diese kann vermietet oder – falls später nötig – für die Unterbringung einer Pflegekraft genutzt werden.
Anbau: Genehmigung nötig
Während bei einer Aufteilung die Wohnfläche nicht vergrößert, sondern nur für mehr Personen nutzbar gemacht wird, bedeutet ein Anbau oder eine Aufstockung eine echte Wohnraumerweiterung. Wichtig in diesem Zusammenhang: in der Regel benötigt man für entsprechende Maßnahmen eine Baugenehmigung. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Behörden bei Wohnraumerweiterungen meist den Spielraum zugunsten der Antragssteller nutzen und nicht unnötige Steine in den Weg rollen. Denn die Kommunen stehen derzeit häufig einer Nachverdichtung positiv gegenüber.
Ausbau des Dachbodens
Eine beliebte Lösung ist auch der Ausbau des bislang nur als Abstellraum genutzten Dachbodens zum vollwertigen Wohnraum. Hier ist insbesondere auf eine gute Dämmung zu achten – nicht nur um die Wärmeverluste im Winter so gering wie möglich zu halten, sondern auch aus Gründen des Hitzeschutzes. In diesem Zusammenhang gilt auch der Tipp, nicht unbedingt durch den Einbau von Dachfenstern mehr Licht in ein Dachgeschoss zu bringen, sondern nach Alternativen zu suchen – beispielsweise indem die Fenster an den Stirnseiten vergrößert werden. Denn ein Dachfenster wird immer ein potenzieller Schwachpunkt bezüglich Feuchteschäden, Wärmeverlusten im Winter oder Überhitzung im Sommer bleiben.
Büro in den Garten auslagern
Eine weitere Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, besteht darin, einzelne Räume auszulagern. Beispiel dafür ist ein „Gartenbüro“. Ist der Platzbedarf nochmals deutlich größer, bietet es sich unter Umständen auch

an, ein zusätzliches kleines Haus im Garten zu bauen – sofern es die Größe des Grundstücks zulässt.
Tipps von außen holen
Am besten holt man sich Unterstützung von einer Architektin oder einem Architekten. Wie in vielen Fällen lautet nämlich auch hier die Erfahrung, dass der Blick von außen und von Expertenseite in der Regel äußerst hilfreich ist, um die passende Lösung zu finden.
Mit energetischer Sanierung kombinieren
Und noch eine wichtige Empfehlung: als Hausbesitzerinnen und -besitzer sollten man die Wohnraumerweiterung gleich mit energetischen Sanierungsmaßnahmen kombinieren – das bietet sich vielen Fällen an, zum Beispiel bei der Dämmung der Fassade oder des Dachs.
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