Split-Klimagerät: Effizient heizen, aber auch kühlen
Steigen im Sommer die Temperaturen, wächst der Wunsch nach angenehm kühlen Wohnräumen. Das Gute: man kann die Sonnenenergie auch zum Kühlen nutzen, zum Beispiel mit Hilfe von Split-Klimageräten. Weil gerade an sonnigen Tagen der Kühlbedarf am höchsten ist und gleichzeitig die solaren Erträge besonders üppig ausfallen, bietet sich die Kombination mit einer Photovoltaikanlage geradezu an. Dazu kommt noch ein weiterer Vorteil: mit Split-Klimageräten, die zur Kategorie der Luft-Luft-Wärmepumpen zählen, kann gerade in der Übergangszeit auch effizient geheizt werden und sie werden als Wärmepumpen auch entsprechend vom Bund gefördert.
Ideal: Kombination mit Photovoltaikanlage
Um eines vorneweg zu schicken: Die günstigste Kühlung ist natürlich die, die gar nicht erst nötig wird. Außenliegender Sonnenschutz, nächtliches Lüften und eine gute Dämmung halten die Hitze oft schon wirksam draußen. Wo das nicht ausreicht, ist die Verbindung aus effizientem Split-Klimagerät und selbsterzeugtem Solarstrom eine sinnvolle Ergänzung.
Außen- und Inneneinheit
Ein Split-Klimagerät besteht aus einer Außeneinheit und mindestens einer Inneneinheit. Das Innengerät saugt die warme Raumluft an, kühlt sie ab und bläst sie wieder zurück in den Raum, während über die Außeneinheit die entzogene Wärme und das anfallende Kondensat nach draußen abgeführt werden. Für einzelne Wohnräume genügt meist ein Single-Split-System mit einer Außen- und einer Inneneinheit. Sollen mehrere Räume oder ein ganzes Haus klimatisiert werden, empfiehlt sich ein Multi-Split-System. Hier können bis zu fünf Innengeräte an eine Außeneinheit angeschlossen und dabei die Temperaturen in jedem Raum individuell geregelt werden. Aber in der Regel ist es nicht nötig, in jeden Raum ein Gerät zu installieren.
An heißen Tagen mit Solarstrom kühlen
Immer häufiger fällt in diesem Zusammenhang der Begriff Solar-Klimaanlage. Dabei handelt es sich aber nicht um ein spezielles Gerät, sondern die intelligente Verbindung einer Photovoltaikanlage mit einer modernen Split-Klimaanlage. Das Ziel: Statt an heißen, sonnigen Sommertagen den überschüssigen Solarstrom für eine geringe Vergütung ins öffentliche Netz einzuspeisen, wird er direkt für die Kühlung genutzt.
Energiesparende Inverterechnik
Besonders effizient arbeiten moderne Split-Klimageräte mit Inverter-Technologie. Sie passen ihre Leistung stufenlos dem tatsächlichen Kühlbedarf an und kommen im Teillastbetrieb oft mit wenigen hundert Watt Leistung aus. Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ harmonieren dabei optimal mit der teilweise schwankenden Stromproduktion einer Photovoltaikanlage.
Entfeuchtungsfunktion reicht oft aus
Um die Kühlung zusätzlich zu den anderen Verbrauchern im Haus allein mit Solarstrom betreiben zu können, braucht es keine große Photovoltaikanlage. Allein schon eine Balkonsolaranlage bietet eine gute Unterstützung. Denn

bereits auf geringer Leistungsstufe sorgt ein Split-Klimagerät für spürbar mehr Behaglichkeit. Und in vielen Situationen reicht es auch aus, nur die Entfeuchtungsfunktion des Split-Klimageräts zu nutzen, die besonders energiesparend ist.
Schlafräume untertags runter kühlen
Falls auch noch ein Batteriespeicher mit entsprechender Speicherkapazität vorhanden ist, kann das Split-Klimagerät zusätzlich abends und nachts mit Solarstrom betrieben werden – wobei erwähnt werden muss, dass die Inneneinheit nicht geräuschlos ihren Dienst verrichtet, was besonders in Schlafräumen als störend empfunden werden kann. Daher besser die Schlafräume untertags oder abends runter kühlen und die Anlage dann nachts ausschalten.
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