Wartungsaufwand verschiedener Heizsysteme

Wer wünscht sich nicht Geräte, die einfach nur ihren Dienst verrichten, ohne dass man sich wirklich um sie kümmern muss? Die Wirklichkeit sieht leider oft anders aus: ohne regelmäßige Wartung sinkt die Lebensdauer der oftmals teuren Technik und deren Effizienz im laufenden Betrieb. Das gilt auch für Heizungsanlagen. Allerdings gibt es zwischen Wärmepumpen, Öl-, Gas- und Pelletsheizungen deutlich Unterschiede, was den Wartungsaufwand und die Kosten dafür betrifft.

Wärmepumpen sind besonders wartungsarm

Am wenigsten Arbeit machen Wärmepumpen, wenn sie gut geplant sind und die Regelung richtig eingestellt ist. Man kennt das vom Kühlschrank. Auch der läuft und läuft, ohne dass er in regelmäßigen Intervallen von einem Fachmann gewartet werden muss. Und vom Prinzip her funktioniert eine Wärmepumpe ja wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Hier wie dort ist der Kältemittelkreislauf in sich geschlossen. Das System kommt ohne Verbrauchsstoffe aus.


Außeneinheit selbst reinigen

Eine kleine Einschränkung gilt für die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die in Punkto Wärmepumpentechnik am weitesten verbreitet ist. Hier sollte man einmal im Jahr, am besten am Ende des Sommers, an der Außeneinheit die Lamellen des Wärmetauschers mit Hilfe eines Gartenschlauchs von Blütenstaub und anderen Ablagerungen befreien. Dabei empfiehlt sich auch eine Prüfung des Kondensatablaufs und gegebenenfalls dessen Reinigung, damit anfallendes Kondensat gut abfließt – beides Arbeiten, die man selbst erledigen kann.

Keine Kaminkehrerkosten

Und ja, alle zwei bis drei Jahre sollte ein Fachmann das Membranausdehnungsgefäß, das für einen Druckausgleich im Heizkreislauf sorgt, kontrollieren – auch bei einer Wärmepumpen-Heizung. Kaminkehrer benötigt man mit einer Wärmepumpe natürlich keinen. Allein dadurch spart man sich über die gesamte Lebendsauer der Wärmepumpe gesehen verglichen mit einer Öl-, Gas- oder Holzpelletsheizung einen vierstelligen Betrag.

Ruß und Ablagerungen bei Ölheizung

Aber auch sonst sind die zuletzt genannten Heizsysteme deutlich wartungsintensiver. Beispiel Ölheizung: wo Öl verbrannt wird, entstehen Ruß und Ablagerungen. Die Ölheizung sollte daher einmal im Jahr von einem Fachbetrieb gewartet werden. Dabei werden unter anderem Düse, Filter, Zünd- und Ionisationselektroden kontrolliert und falls notwendig ausgetauscht beziehungsweise gereinigt. In der Regel müssen auch die Brennkammer und der Wärmetauscher gesäubert werden. Alles Arbeiten, die man als Laie nicht selbst erledigen kann. Inklusive Anfahrt, Arbeitszeit und Ersatzteilen können da schnell 300 bis 400 Euro zusammenkommen – zusätzlich zu den oben erwähnten Kaminkehrerkosten.

Einstellungen überprüfen

Gasheizungen sind etwas pflegeleichter als Ölheizungen, aber auch hier ist die Verbrennungstechnik das zentrale Thema. Unter anderem sollten Zündelektroden, Gasbrenner und Abgaswege jährlich geprüft werden. Eine fehlerhafte Einstellung kann die Effizienz deutlich senken oder im

 


schlimmsten Fall zu Sicherheitsrisiken führen. Die jährlichen Wartungskosten bei der Gasheizung liegen im Schnitt bei 200 bis 300 Euro – zuzüglich der Kaminkehrer-Rechnung für die Abgasmessung.

Pelletsheizung mit höchstem Wartungsaufwand

Den größten Wartungsaufwand erfordert freilich die Pelletsheizung. Das liegt insbesondere an den mechanischen Komponenten für die Pelletsförderung in Form einer Förderschnecke oder eines Saugsystems und die automatische Reinigung der Brennkammer. Die dabei verbauten Teile sind anfälliger für Verschleiß und Störungen durch Staub oder Fremdkörper als die doch relativ einfachen Brenner von Gas- oder Ölheizungen. Hier müssen 400 bis 500 Euro für die jährliche Wartung durch eine Fachfirma einkalkuliert werden – plus Kaminkehrerkosten.

Wartungskosten bei Kalkulation berücksichtigen

Fazit: Der Wartungsaufwand für eine Wärmepumpen-Heizung ist mit Abstand am geringsten. Auch das sollte man bei einem anstehenden Heizungstausch in die Kalkulation einbeziehen.

 

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