Allgäu
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Nichtwohngebäude Neubau, Sanierung, Anlagentechnik

Passivhaus Familienzentrum in Lindau

2-geschossiger Kinderhort mit Familienberatung

Günter Wartig, Stadt Lindau
Günter Wartig, Stadt Lindau

Das Projekt:

Die Stadt Lindau plante einen neuen Kinderhort mit Familienberatung. Auf ökologische Gesichtspunkte sollte geachtet werden.

Maßnahmen:

Das Gebäude entstand in Holzständerbauweise mit Massivholzzwischendecke.Das Dach wurde als sichtbare Holzsparrendecken mit Aufdachdämmung erstellt. Im Flachdachbereich wurde unterseitig in den Aufenthaltsräumen mit Herakustikplatten gearbeitet. Die Bodenplatte ist hochgedämmt. Als Fenster wurden  Holzalufenster mit 3-fach Verglasung gewählt. Das Flachdach wurde für eine  nachträgliche Installation einer Photovolataikanlage vorbereitet.
Geheizt wird über hochgedämmte Rohrleitungen der Pelletzentralheizung des Nachbargebäudes (Wohnblock der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG). Die Grundleitung ist gedämmte. Die Wärmeverteilung läuft über Heizkörper in den Aufenthaltsräumen. Das Warmwasser wird dezentral über Elektroboiler für Handwaschbecken erwärmt. Es wurden zwei Lüftungsanlagen, getrennt für Erdgeschoss mit Großküche und Obergeschoss mit Krippen- und Personalräumen installiert.

Ergebnisse:

Das sagt der Bauherr: "Das neue zweigeschossige Familienzentrum mit 2 Kindergruppen ist behindertengerecht, kinder- und familienfreundlich. Gleichzeitig ist es ein gelungenes Beispiel für die Zusammenführung von Kindertagesstätte + Familienzentrum in einem Gebäude. Die Aufteilung in 2 Gebäudeteile mit niedrigem Zwischenbau sowie spielerischen Fensterelementen in der Fassade sind auf die Nutzungsbereiche abgestimmt. Große Glasflächen nach Süden lassen viel Licht und Sonne in die Räume. Die Ausgestaltung der Fensterbänke als Sitzmöglichkeiten für Kleinkinder schaffen zusätzlich eine Verbindung zum Außenbereich. Mit der Ausführung in Passivhausstandard wird ein deutlicher Beitrag zur Energie- und CO2 Einsparung im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes Lindau geleistet. Die Maßnahme wurde zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten durchgeführt". GünterWartig, Leiter Hochbauamt der Stadt Lindau
 

Technische Daten:

Konstruktion: Holzständerbauweise mit Massivholzzwischendecke
Außenwand: 80/240 Holzständer ausgedämmt, 100 mm WDVS Holzfaser verputzt aussen, innen 2 x 60 mm Installationsebene mit Holzfaser gedämmt
Dach:  Sichtbare Holzsparrendecken mit Aufdachdämmung im Gefälle 160 mm PU-Dämmung WLG 024 zuzüglich EPS-Gefälledämmung 20-80 mm im Flachdachbereich unterseitig in den Aufenthaltsräumen Herakustikplatten 25 mm
Bodenplatte:  250 mm Stahlbetonplatte auf 500 mm Glasschaumschotter unterseitig, oberseitig 65 mm Estrich auf 120 mm EPS-Dämmung
Fenster: Holzalufenster (Bemessungswert Uw= 0,79-0,89 W/m²K)
Verglasung: Glas 0,6
Eingang: PR-Fassade Treppenhaus Uf‹1,4 W/m²K, Ug‹0,6 W/m²K, psi-Glashalter‹0,5 soowie Eingangstür+RWA-Flügel
Luftdichtheit: 0,6/h
Energiebezugsfläche/evt. Wohnfläche: 394 m²
Solar: keine Solaranlage, aber Flachdach vorbereitet für Aufstellung PV-Anlage
Heizung: über hochgedämmte Rohrleitung von Pelletzentralheizung Nachbargebäude (Wohnblock der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG) gedämmte Grundleitung, I˜10 m, Heizkörper in den Aufenthaltsräumen
Warmwasser: dezentrale WW-Bereitung über Elektroboiler für Handwaschbecken
Lüftung: zwei Lüftungsanlagen getrennt für Erdgeschoss mit Großküche (AEREX Reco Boxx 1200 ZX) und Obergeschoss mit den Krippen- und Personalräumen (AEREX Reco Boxx Max)
Heizwärmebedarf: 14 kWh/m²a

Standort: Lindau
Objekttyp:
2-geschossiger Kinderhort mit Familienberatung
Baujahr: 2011
Architekt: Erber Architekten

 

Folgende eza!-Partner waren an dem Projekt beteiligt: