Allgäu
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So senken Betriebe ihre Energiekosten

Die Energiepreise sind schon vor dem Ukraine-Krieg kräftig gestiegen. Jetzt hat diese Entwicklung noch mehr Fahrt aufgenommen. Das bekommen neben den Privathaushalten auch die Handwerksbetriebe und Unternehmen kräftig spüren. Energiesparen ist deshalb auch hier nicht nur wichtig für den Klimaschutz, sondern aus betriebswirtschaftlicher Sicht absolut notwendig.

Bei LED-Umstellung schießt der Staat 20 Prozent zu

Dabei gibt es in vielen Bereichen betriebliche Einsparpotenziale, die mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand ausgeschöpft werden können – zum Beispiel durch die Umstellung der Beleuchtung auf die LED. Noch immer gibt es viele Betriebe, in den veraltete Leuchtröhren im Einsatz sind. Angesichts der deutlich effizienteren Technik lohnt sich der Umstieg auf moderne LED-Leuchtmittel auf jeden Fall. Werden nicht nur einzelne Lampen ausgetauscht, sondern die komplette Beleuchtung auf LED umgestellt, winken dem Unternehmen attraktive Zuschüsse. Der Staat übernimmt 20 Prozent der Kosten, was die Amortisationszeiten nochmals deutlich verkürzt.

Hohes Einsparpotenzial bei Druckluft

Erfahrungsgemäß lässt sich auch im Bereich Druckluft, ein wichtiger Faktor für den Stromverbrauch in vielen Betrieben, jede Menge Energie einsparen. Hier lautet der oberste Grundsatz: effiziente Kompressoren einsetzen. Und natürlich sollte die Kompressorregelung richtig eingestellt sein – was erfahrungsgemäß leider oftmals nicht der Fall ist. Um den Energieverbrauch niedrig zu halten, empfiehlt es sich insbesondere, das Druckniveau so niedrig wie möglich zu halten. Ganz schlecht sind Druckluftverluste durch Leckagen im Leitungssystem. Diese müssen aufgespürt und behoben werden.

Auch bei Ventilatoren und Pumpen auf Energieeffizienz achten

Wie bei den Druckluftkompressoren sollte bei Ventilatoren und Pumpen ebenfalls auf den Einbau effizienter Modelle und die richtige Einstellung geachtet werden. Letzteres gilt übrigens auch für Heizungsanlagen. Immer wieder lässt sich feststellen, dass nicht nur im Wohnsektor, sondern auch in Betriebsgebäuden die Einstellungen der Heizungsregelung nicht zum Gebäude und zum Nutzerverhalten passen. Dadurch wird viel Energie und damit Geld im wahrsten Sinne des Wortes nutzlos „verbrannt“.

Abwärme von Maschinen nutzen

Apropos Wärme: In der Nutzung der Abwärme von Maschinen, Kompressoren oder – falls vorhanden – Kälteanlagen stecken in zahllosen Betrieben ungeahnte Potenziale. Die Abwärme kann in vielerlei Form und mit Hilfe unterschiedlicher Technologien verwendet werden  – zum Beispiel für die Raumheizung oder Warmwasserbereitung oder durch die Umwandlung in andere Nutzenergieformen als Kälte oder Strom.


Kräftig Energie einsparen lässt sich auch mit Hilfe eines Frequenzumrichters. Mithilfe eines Frequenzumrichters lassen sich Spannung, Strom und Drehzahl eines Elektromotors variieren. Auf diese Weise kann die Motorleistung – und damit der Strombedarf – an die tatsächlich notwendige Anforderungen angepasst werden. Im Vergleich zum 100-Prozent-Betrieb sind so, insbesondere bei wechselnden Lasten, erhebliche Einsparungen möglich.

Bis zu 80 Förderung für Energieberatung

Welche der aufgezeigten Lösungen passen oder ob andere energetische Optimierungsmaßnahmen in einem Betrieb in Fragen kommen, lässt man am besten von einer Expertin oder einem Experten im Rahmen einer Energieberatung klären. Dabei übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis zu 80 Prozent der Kosten einer solchen Energieberatung. Auch für die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen gibt es über das BAFA-Förderprogramm Querschnittstechnologien attraktive Zuschüsse.

Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030: Beratung und Erfahrungsaustausch

Übrigens: Dass viele Unternehmen das Thema Klimaschutz und Energieeffizienz überaus ernst nehmen, zeigt das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030. Zahllose Firmen aus unterschiedlichsten Branchen in der Region haben sich darin zusammengeschlossen. Sie profitieren unter anderem von Beratungsangeboten sowie dem Erfahrungsaustausch untereinander. Kein Wunder, dass das Bündnis derzeit wächst und wächst…

Infos zum Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 unter
www.buendnis-klimaneutrales-allgaeu.de .