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Im Homeoffice Energie sparen

Wer gerade erst sein Homeoffice einrichtet oder aufrüstet, sollte natürlich zunächst beim Kauf neuer Geräte, auf deren Energieeffizienz achten. Prinzipiell gilt: ein Notebook benötigt deutlich weniger Energie als ein PC mit Flachbildschirm, selbst wenn es sich dabei um ein vergleichsweise sparsames Modell handelt. Während ein PC mit einer Leistungsaufnahme von maximal 500W Stromkosten im Bereich von 20 Euro pro Monat verursachen kann, sind es beim Notebook zwei, drei Euro. Das liegt an der grundsätzlich energiesparenden Auslegung des Notebooks. Nur im Ladebetrieb ist die Leistungsaufnahme höher. 

Beim Drucker gibt es in puncto Energieverbrauch ebenfalls enorme Unterschiede: Im Vergleich zum Tintenstrahldrucker benötigt der Laserdrucker rund viermal so viel Strom. Ein Drucker, ein Faxgerät und ein Scanner mit jeweils eigenem Stromanschluss verbrauchen zusammen mehr Strom als ein Multifunktionsgerät – und Letzteres braucht auch noch weniger Platz. Hilfe bei der Suche nach energieeffizienten Geräten bieten die Kennzeichnungen „Blauer Engel“, „EU-ENERGY-STAR“ sowie das TCO- und das EU-Ecolabel.

Auch im täglichen Einsatz lässt sich jede Menge Energie einsparen. Wichtig: Rechner und Bildschirm nach Benutzung mit Hilfe einer abschaltbaren Steckerleiste am besten vom Netz nehmen. Läuft der PC permanent, kostet das unnötig Energie und verkürzt die Lebensdauer. Der Sleep-Modus ist die energieeffizienteste Möglichkeit, um kurze Arbeitspausen zu überbrücken. Einzelne Systemkomponenten schalten sich ab, wenn sie nicht benötigt werden – zum Beispiel Bildschirm oder Festplatte. Der Sleep-Modus kann automatisch (über die Energiesparfunktion) oder manuell eingestellt werden. Von Bildschirmschonern wird abgeraten: bewegte Symbole erhöhen sogar den Stromverbrauch.

Drucker und Scanner befinden sich häufig stundenlang im Bereitschaftsmodus, ohne dass sie wirklich benötigt werden. Das geht soweit, dass häufig die Stromkosten, die durch die langen Stand-by-Phasen entstehen, höher als die Kosten für die kurzen Arbeitsvorgänge sind. Das häufige Ein- und Ausschalten von Druckern ist allerdings auch nicht zu empfehlen. Denn in der Regel spülen die Geräte nach dem Einschalten erst einmal die Druckdüsen durch – das kostet Druckerflüssigkeit. Sinnvoller ist es, den Drucker grundsätzlich ausgeschaltet zu lassen und am besten

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mehrere Druckaufträge zu sammeln und das Gerät erst dann einzuschalten, wenn man die Ausdrucke tatsächlich braucht.

Auch dem Router sollte man Pausen gönnen. Viele Router verfügen über eine Zeitschaltfunktion und können damit so programmiert werden, dass sie sich automatisch in der Nacht abschalten – was sinnvoll ist, sofern man in dieser Zeit auf das Festnetztelefon verzichten kann. Ansonsten kann zumindest die WLAN-Funktion über Nacht automatisch abgeschaltet werden.

Ein weiterer Tipp: unnötige Funktionen am WLAN-Router deaktivieren. Wird zum Beispiel ein Festnetztelefon genutzt, das über die Telefonbuchse und via Kabelanschluss arbeitet, kann in den Router-Einstellungen das DECT-Modul ausgeschaltet werden. Der PC kann per Kabel angeschlossen werden. Und zudem sollte man gerade nicht verwendete WLAN-Geräte vom Router trennen. Denn dieser sendet immer wieder kleine Datenpakete an alle verbunden Geräte, um deren Verfügbarkeit zu prüfen. Das kostet dauerhaft Strom. Außerdem lässt sich über das Powermanagement die WLAN-Leistung verringern. Dabei ist es hilfreich, den Router so in der Wohnung zu positionieren, dass sein Abstand zu den wichtigsten Geräten möglichst kurz ist.