Die großen Stromverbraucher im Haushalt

Was verbraucht am meisten Strom im Haushalt? Zwar können sich die Anteile von Haushalt zu Haushalt deutlich unterscheiden, aber es gibt zumindest statistische Richtwerte, wie sie beispielsweise der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Grafik angibt.

Sehr hoher Anteil der Infromationstechnik

Überraschen dürfte dabei viele der extrem hohe Anteil des Bereichs Informationstechnik am Stromverbrauch, der dort genannt wird. Fernseher, Playstation, PC, WLAN-Router und ähnliche Geräte schlagen demnach mit 28 Prozent zu Buche. Nachdem dies der Durchschnittswert ist liegt in machen Haushalten der Anteil am Stromverbrauch sogar noch deutlich darüber – wenn beispielsweise Spielkonsolen im Dauerbetrieb sind. Letztere sind mit einer Leistungsaufnahme von 200 Watt echte Stromfresser. Man muss ja den Kindern nicht gleich das „Zocken“ komplett verbieten. Eingeschränkte Nutzungszeiten sind jedoch nicht nur aus energetischer Sicht sinnvoll. Abgesehen davon lässt sich im Bereich Informationstechnik viel Energie sparen. Zum Beispiel indem man ein Notebook anstelle eines PC nutzt oder die WLAN-Funktion seines Routers über Nacht mittels Zeitprogramm abschaltet.

Wenn möglich auf Trockner verzichten

Der Bereich Waschen und Trocknen rangiert laut Verbrauchsstatistik mit einem Anteil von 14 Prozent auf Platz zwei. Besonders in Sachen Trockner lässt sich hier kräftig Energie sparen – in dem man ihn so selten wie möglich nutzt und die Wäsche draußen aufhängt, auch im Winter. Beim Waschen gilt der Rat, die Maschine möglichst nur dann einzuschalten, wenn sie wirklich voll ist. Und beim Kauf einer Waschmaschine oder eines Trockners sollte man natürlich auf besonders energieeffiziente Modelle achten.

Vorsicht bei Deckenfluter

Die Beleuchtung liegt mit 13 Prozent auf Platz drei beim Stromverbrauch. In Haushalten, die bereits komplett auf LED umgestellt haben, liegt der Anteil aber sicher deutlich darunter. Stromfresser sind dabei nicht nur Glühlampen, die mancherorts tatsächlich immer noch anzutreffen sind, sondern auch Deckenfluter mit Halogenleuchtmittel und 200 oder 300 Watt Leistung. Diese sollte man dringend durch viel effizientere LED-Leuchtmittel ersetzt.

Kühlschrank: sieben Grad reichen aus

Durchschnittlich elf Prozent des Stromverbrauchs entfallen auf Kühl- und Gefriergeräte. Wegen der langen Nutzungsdauer lohnt es sich, bei der Anschaffung auf eine möglichst gute Energieeffizienzklasse zu setzen. Für den laufenden Betrieb lautet insbesondere der Tipp, die Temperatur richtig einzustellen: Beim Kühlschrank beispielsweise reichen sieben Grad aus. Bereits ein Grad weniger erhöht die Stromkosten um sechs Prozent.

Nicht weniger, sondern energieeffizienter kochen

Für das Kochen werden im Schnitt neun Prozent des Stromverbrauchs aufgewendet. Wichtig: man sollte aus Energiespargründen sicher nicht


weniger kochen, sondern einfach die Energie effizienter nutzen – indem man beispielswese einen Deckel auf den Topf setzt, den Herd früher ausschaltet und die Restwärme nutzt oder beim Backen die Umluft-Funktion einschaltet und aufs Vorheizen verzichtet.Mit acht Prozent vergleichsweise gering ist der Anteil des Spülens am Stromverbrauch. Interessant hier: der Geschirrspüler benötigt deutlich weniger Energie und Wasser als der Abwasch von Hand – vor allem wenn man das Ökoprogramm nutzt und die Maschine voll macht.

Alte Heizungspumpe als Stromfresser

Bleiben noch 17 Prozent „Sonstiges“. Darunter fällt der Strom für den Staubsauger, den Fön, die Mikrowelle und zahlreiche sonstige Haushaltsgeräte. Im Einzelfall ordentlich ins Gewicht fallen können das beheizte Aquarium, das Wasserbett oder die Sauna. Und dann gibt es im Keller noch einen heimlichen Stromfresser: die alte Heizungsumwälzpumpe. Sie läuft während der gesamten Heizperiode und verursacht Stromkosten von 100 oder mehr Euro im Jahr. Mit einer drehzahlgeregelten Hocheffizienzpumpe lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 90 Prozent senken.

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